Liuto forte in d (französische Barocklaute)

  • 14- oder 15-saitig (auf Wunsch auch 11- oder 13-saitig)
  • Stimmung G A B C D E F G A d f a d‘ f‘
    oder G A B C D E F G A B d f a d‘ f‘
  • Mensur 66 bis 67,5 cm
  • Festbünde (wahlweise bewegliche Bünde)
  • Einzelbesaitung, theorbiert (9 oder 10 Griffbrettsaiten, 5 Bordunsaiten) oder Einzelbesaitung, mit Baßreiter (11 oder 12 Griffbrettsaiten, 3 Bordunsaiten)
  • Tonumfang G – c‘‘‘ (19 Bünde)

Gitarristen, die Weiß, Bach, Reussner, Mouton oder Gaultier in der originalen Stimmung spielen möchten, können sich – da ihre Anschlagsgewohnheiten keiner dramatischen Änderung mehr bedürfen – jetzt ebensogut an den in d-moll gestimmten Liuto forte wagen. Sofern sie sich der geringen Mühe unterziehen, das Spielen nach der Tabulatur zu lernen, werden sie künftig in der Lage sein, Barocklaute (nach Tabulatur) und spanische Gitarre (nach Noten) bzw. „Laute in e“ (nach Noten und Tabulatur) nebeneinanderher zu spielen, ohne Konflikte zwischen ihrem Langzeitgedächtnis und den motorischen Zentren befürchten zu müssen.

Der Übergang von einem Liuto forte in Gitarren- bzw. Tenorlautenstimmung zu einem Liuto forte in d kann durch die anfängliche Benutzung der Stimmung des Arciliuto in e (siehe dort) wesentlich erleichtert werden.